Trainer Daniel Kirsch, Kai Sparenberg und Hürdentrainerin Jutta Frommeyer
Am vergangenen Samstag (14. August 2010) belegte der für die LG Ratio Münster/TuS Hiltrup startende Schüler Kai Sparenberg bei den Deutschen Meisterschaften in Hannover im Blockwettkampf Sprint/Sprung mit 3034 Punkten den dritten Platz in der Altersklasse M15. Dies bedeutet nicht nur eine neue persönliche Bestleistung, sondern auch ein neuen Westfalenrekord. Mit Bestmarken im Speerwurf (43,30m) sowie über die 80m Hürden (11,13 sec.) verbesserte Kai den alten Rekord von Christopher Jakobi aus dem Jahr 2003 um zwei Punkte.
Unter optimalen Bedingungen und mit der Zielsetzung, einen Platz unter den besten Zehn zu belegen, startete Kai in den Wettkampf. Schon zu Beginn bewies er mit 1,80m im Hochsprung seine gute Form und verbesserte damit das Ergebnis von den Westfälischen Mehrkampfmeisterschaften im Juli um 8cm. Die Bestzeit über die Hürden sowie ordentliche 6,03m im Weitsprung folgten, womit er sich zunächst auf Platz 3 der 30-köpfigen Konkurrenz einordnen konnte. Für eine Überraschung sorgte Kai schließlich im Speerwurf. Mit 43,30m warf er im letzten Versuch fast 4 Meter weiter als bei den westfälischen Titelkämpfen. Trotz dieser tollen Leistung wurde er durch einen 57 Meter Wurf des Herborners Daniel Domes von einem Treppchenplatz verdrängt.
Bereits zu diesem Zeitpunkt konnten Kai sowie sein Trainer Daniel Kirsch mit dem Wettkampf äußerst zufrieden sein. Ein Platz unter den besten Fünf schien vor dem abschließenden 100m Sprint sicher. Die Greifbarkeit einer Medaille machte den sonst sehr gelassenen Ratio-Athleten etwas nervös, wodurch Kai die 100m nicht so locker wie gewohnt lief. 11,82 sec. waren dennoch absolut im Rahmen und schlossen einen sehr guten Wettkampf würdig ab.
Da die Einteilung der Läufe nicht nach Leistungen vorgenommen wurde und sich die bestplatzierten Teilnehmer nicht in einem Lauf messen konnten, war Kais endgültige Platzierung bis zur Siegerehrung nicht erschließbar. Aufgrund der Zeiten, die die schnellsten Athleten der Konkurrenz liefen gingen Kai, seine mitgereisten Eltern sowie sein Trainer von einem vierten Platz aus. Umso größer war die Überraschung bei der Siegerehrung als Kai, der sich zunächst als vierter vor das Podest stellte, durch den Sprecher als Bronzemedaillengewinner ausgerufen wurde. Dieser großartige Erfolg war nicht kalkulierbar und übertraf seine eigenen Erwartungen sowie die seiner stolzen Eltern.
Einen herzlichen Glückwunsch an Kai Sparenberg und seinen Trainer Daniel Kirsch.
(Text: Stephanie Mühl)
